Erziehungsfachstelle "Carduelis" Magdeburg

"Carduelis" (latein. Stieglitz)

In der Erziehungsfachstelle in Magdeburg können zwei Kinder bzw. Jugendliche unter 14 Jahren aufgenommen werden. Das Angebot ist besonders für jüngere Kinder geeignet.
Sie können bis zur Volljährigkeit, im Einzelfall auch darüber hinaus, betreut werden. Dabei erfolgt die Betreuung junger Menschen im privaten Lebenszusammenhang der pädagogischen Fachkraft.
Die gemeinsame Alltagsgestaltung auf der Grundlage fachlicher Qualifikation kennzeichnet die pädagogische Arbeit.

Lage:

- Zentrale Lage in der Landeshauptstadt Magdeburg
- Einbettung in angenehmer Umgebung
- zeitnahe Erreichbarkeit aller Schulformen und Kindertagesstätten

 

Mädchen und Jungen wird hier die Möglichkeit einer verlässlichen Beziehung zu Erwachsenen geboten. Im Rahmen des familiären Umfeldes werden Sicherheit, Halt, Geborgenheit, individuelle Zuwendung sowie intensive Betreuung erlebt. Dabei wird auf klare Strukturen im Alltag geachtet.
Die Familienmitglieder der Betreuungskraft sind in die tägliche Alltagsorganisation einbezogen. Somit wird ein Familienleben, mit Sozialstrukturen, Regeln, Kommunikation, Konflikte, Unterstützung, emotionale Verbindlichkeit, etc. transparent und modellhaft vorgelebt.
Die zu betreuuenden Kinder bzw. Jugendlichen werden in die familiären Freizeitaktivitäten, wie Urlaube und Ausflüge, mit einbezogen.
Indem die Kinder und Jugendlichen mit der Fachkraft und der dazugehörigen Familie als Ort geschützter Privatheit mit konstanten und engen familiären Beziehungen kennen. Dadurch können sie Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl als Basis für ihre Persönlichkeitsentwicklung und den Aufbau einer stabilen Identität entwickeln. 

Die Erziehungsfachstelle stellt einen pädagogischen und professionell strukturierten Lebensraum dar. Hier werden Lebens- und Entwicklungsbedingungen geschaffen, welche die individuelle Entwicklung der zu Betreuuenden fördern, unterstützen und helfen können, neue Lebensmöglichkeiten, Strategien und Lebensmuster zu entwickeln. Basis der pädagogischen Arbeit stellt die Beziehungsarbeit dar, die auf Toleranz, Respekt, Verbindlichkeit und Verantwortung beruht. 
Die Aufrechterhaltung der Bezüge zur Herkunftsfamilie sowie eine mögliche Rückführung werden angestrebt. Die Eltern/ -teile werden in den pädagogischen Prozess einbezogen.
Es wird Wert auf den Erhalt und die Förderung vorhandener positiver sozialer Beziehungen des Familien- und Freundeskreises gelegt.

Die individuellen Ziesetzungen gehen von den vorhandenen Fähigkeiten, Kenntnissen und Ressourchen der Kinder bzw. Jugendlichen und ihren Lern- und Entwicklungsmöglichkeiten aus. Ziel ist es, die Kinder und Jugendlichen und ihre Herkunftsfamilien zu einer ihnen weitgehend möglichen Selbständigkeit sowie Eigen- und Sozialverantwortung anzuregen und zu begleiten, Selbsthilfepotentiale zu entwickeln und zu fördern und auf diesem Wege Wachstum zu fördern. Wichtige Aspekte der pädagogischen Arbeit sind: 

- Föderung der individuellen sozialen, emotionalen und psychischen Kompetenzen,
- Anleitung, gemeinsames Erarbeiten und Begleitung beim Einüben lebenspraktischer Fertigkeiten (Verkehrserziehung, gesundheitsförderliche Lebensführung, Ordnung und Sauberkeit, Umgang mit Geldern, etc.)
- Förderung und Unterstützung der schulischen Entwicklung
- Förderung und Unterstützung einer bewussten und aktiven Freizeitgestaltung
- je nach individueller Interessenlage Integration in einen Sport- und/ oder Spielverein, Motivation und Unterstützung in der Aufnahme eines Hobbies oder bei der Verfolgung individueller Begabungen und Interessen
- Förderung der sozialen Integration in örtlichen Bezugsgruppen
- naturnahe/ umweltthematische Angebote. 

Die Erziehungsfachstelle arbeitet eng mit der Wohngruppe "Lyra" zusammen und wird durch diese bei Bedarf unterstützt. Die pädagogische Arbeit ist verbunden mit einer engen Zusammenarbeit mit den entsprechenden Schulen, Kindertageseinrichtungen, Praktikumsstellen, Therapeuten und Ärzten.