Ablauf eines Täter-Opfer-Ausgleichs

Kontaktaufnahme:

  • Sie melden sich als Beschuldigter oder Geschädigter in einer Strafsache selbst beim TOA-Büro.
  • Sie sind Angehöriger, gesetzlicher Vertreter, Rechtsanwalt, Erzieher oder Berater eines Beschuldigten oder Geschädigten einer Strafsache und vermitteln bei Bedarf den Kontakt zu uns.
  • Der Staatsanwalt oder Richter weist den Fall dem TOA-Büro zur Prüfung einer außergerichtlichen Klärung zu und die TOA-Vermittlerin lädt die beiden Parteien zu separaten Vorgesprächen schriftlich ein.

Vorgespräche:

  • Nach schriftlicher Einladung und ggf. telefonischer Terminabsprache finden einzelne Vorgespräche mit der einen Partei und nachfolgend mit der anderen Partei statt.

Ausgleichsgespräche:

  • Bei Zustimmung beider Parteien zu einem Ausgleich findet (meistens) ein gemeinsames Ausgleichsgespräch statt.

Einigung und Erfüllung der vereinbarten Leistung:

  • Bei einer Einigung erfüllt die beschuldigte Partei die vereinbarte Ausgleichsleistung. Das TOA-Büro wird darüber benachrichtigt.

Bericht an den Verfahrensträger (Staatsanwaltschaft oder Gericht):

  • Bei Bestätigung der Leistung durch die geschädigte Partei und der Erklärung, dass es keine weiteren Nachverhandlungs- oder Hinderungsgründe gibt, teilt das TOA-Büro die erfolgreiche Einigung dem Staatsanwalt oder dem Richter mit.

Berücksichtigung der Leistung im Strafverfahren:

  • Je nach Bewertung des Falles durch Staatsanwalt oder Gericht wird das Strafverfahren eingestellt oder die Ausgleichsleistung bei der Strafzumessung berücksichtigt.

Gelingt die Einigung nicht, weil z.B. eine Partei dem TOA-Versuch nicht zustimmt oder es keine Einigung gibt oder die Vereinbarung nicht erfüllt wird, erfolgt eine Neubewertung durch die Staatsanwaltschaft oder das Gericht.
Dem Geschädigten bleibt in diesem Fall, unabhängig von der Entscheidung im Strafverfahren, der normale gesetzliche Weg (z.B. eine Zivilklage gegen die beschuldigte Partei).